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525 Jahre Annaverehrung in Düren. Die Annawallfahrt im Spiegel von Glaube, Politik und Wirtschaft am Ende des Spätmittelalters

Datum:
Freitag, 24. Juli 2026 19:00 - 20:00

Vor 525 Jahren begann mit der Ankunft der Annareliquie in Düren eine Entwicklung, die die Stadt dauerhaft prägen sollte. Innerhalb weniger Jahre entstand eine der bedeutendsten Wallfahrten des Rheinlandes, die Pilger aus nah und fern anzog und Düren weit über die Region hinaus bekannt machte.

Der Vortrag widmet sich den historischen Rahmenbedingungen dieser außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Im Mittelpunkt stehen die religiöse Bedeutung der Heiligenverehrung und des Pilgerwesens am Ende des Spätmittelalters sowie die Frage, weshalb Reliquien eine so große Anziehungskraft auf die Menschen ausübten. Zugleich wird gezeigt, wie eng religiöse Frömmigkeit mit politischen Interessen und wirtschaftlichen Entwicklungen verbunden war. Wallfahrten waren nicht nur Ausdruck persönlicher Glaubenspraxis, sondern konnten Städten, Landesherren und kirchlichen Einrichtungen erhebliches Ansehen und wirtschaftlichen Nutzen verschaffen.

Am Beispiel der Dürener Annawallfahrt werden die Wechselwirkungen zwischen Frömmigkeit, städtischer Entwicklung und Herrschaftspolitik um 1500 nachvollzogen. Der Vortrag ordnet die Anfänge der Annaverehrung in die Umbruchszeit zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit ein und beleuchtet die Voraussetzungen, unter denen sich Düren zu einem bedeutenden Wallfahrtsort entwickeln konnte.

Die Veranstaltung findet am 24. Juli 2026 um 19:00 Uhr in der Annakirche Düren statt. Der Eintritt ist frei.